Deutschherrenkapelle

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Kapelle der Deutschordenskommende St. Elisabeth in Saarbrücken

Deutschherrenkapelle Saarbrücken

Die Niederlassung des Deutschen Ordens in Saarbrücken geht auf eine Stiftung des Grafen Simon III. von Saarbrücken zurück[1].

Da Graf Simon 1235 starb und die Namenspatronin der Kommende, Markgräfin Elisabeth von Thüringen, im gleichen Jahr, nur vier Jahre nach ihrem Tod, heilig gesprochen wurde, müssen Errichtung und Stiftung in dieses Jahr fallen.

Die Töchter Graf Simons Lorette und Mathilde erweiterten jeweils die Stiftung, welche der Bischof von Metz als Lehnsherr 1236 bestätigt hatte[1].

Die Kommende war bis zur Konfiszierung der Anlage durch die französische Revolutionsregierung im Jahr 1793 immer nur von wenigen Ordensrittern bewohnt. Trotz des Baus eines neuen Wohntrakts zwischen 1557 und 1561 wurde die Verwaltung schon kurz darauf in die Beckinger Ordensburg verlegt. Die Reformation der Grafschaft Saarbrücken ab 1574 verschont zwar die Kommende der Deutschherren, verhindert jedoch einen Aufstieg endgültig[1].

Aus der Gründungszeit stammt die Kapelle[1], (nicht der Turm), sie gilt somit als das älteste Gebäude Saarbrückens.

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Joachim Conrad in: Joachim Conrad, Stefan Flesch, “Burgen und Schlösser an der Saar”, 3. Aufl. 1993, S. 164f