Die Grabplatte der Ennela von Bundenbach

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Grabplatte der Ennela von Bundenbach

Die Grabplatte der Ennela, Ehefrau des Ritters Schlump von Bundenbach, wurde im Kreuzgang gefunden. Ennela wird in der Literatur als “Tochter des Ritters Wilher” bezeichnet, welcher einmal “Ritter von Homburg” und einmal “von Buntenbach” genannt wird[1]. Möglicherweise stammte er aus Buntenbach (Großbundenbach) und stand im Dienst der Homburger Herren.

Weitere Informationen zu den „Schlump von Bundenbach“ findet man auf den Webseiten www.heimat-pfalz.de und www.großbundenbach.de.

Die Umschrift des Steins ist in Uncialis gefertigt und lautet aufgelöst:

† Anno domini 1333. 10. kalendas Augusti ( = 23.07.1333) obiit Ennela uxor domini Slomponis militis de Buntenbach[2].

Die noch sehr gut lesbare Jahreszahl auf dem Stein lautet eindeutig MCCCIII - dennoch findet man in den Saarbrücker Regesten einen Eintrag von 1344[3]. Entweder ein Fehler oder eine gleichnamige Tochter?

Auf der Webseite der Gemeinde Großbundenbach wird der Ehegatte der Ennela, Hugo Schlump von Bundenbach, als Stifter der bedeutenden Wandermalereien in der Kirche St. Martin bezeichnet. Auf einer der Bildtafeln ist der zu Füßen der Maria kniende Ritter selbst abgebildet.

Quellen

  1. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters Wörschweiler ..., vgl. S 221, Nr. 473 u. S. 226, Nr. 490
  2. Hermann Hahn, Die Grabsteine...S. Hahn nimmt Bezug auf einen Autor Ludwig Molitor, der die Auffassung vertrat, die Slumpen hätten Bundenbach durch Heirat einer Tochter Engela des Grafen Wilher von Homburg erhalten und eben diese Engela (Ennela) hätte 1305 verfügt, in Wörschweiler begraben zu werden. Hahn widerspricht dieser Auffassung und beschränkt sich darauf, dass lediglich klar sei, dass es sich bei dieser Grabplatte um die Gemahlin des Slump von Bundenbach handelte.
  3. http://universaar.uni-saarland.de/regesten/regest/205