Die Grabplatte des Albert von Kastel

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Grabplatte des Albert von Kastel

Hermann Hahn löst die Inschrift dieser Grabplatte wie folgt auf:

“Anno domini 1439. feria quinta post festum Margarete (= 23.07.) obiit Alberuts de Castris armiger. Eius anima requiescat in pace.”

Die Grabplatte trägt ein Wappen mit gezacktem Balken, das man in der Region den Herren von Kirkel zuordnen könnte. Die Herren von Kirkel waren eine Seitenlinie der Siersburger, welche deren Wappen - ohne den Siersburger Turnierkragen - übernommen hatten. Sie führten den Zackenbalken in Rot auf Gold.

Hermann Hahn geht hier vom Wappen von Castel aus, was aufgrund der Inschrift belegt ist.

Hahn merkt an, dass Albert von Kastel und Johann von Lewenstein, welche nach seiner Darstellung beide in Blieskastel lebten, am gleichen Tag gestorben sind. Abweichend von den ihm vorliegenden Angaben zur Fundstelle des A. Lilier (im Vierungsquadrat, südlich), platziert Hahn den Stein noch etwas südlicher ins Seitenschiff vor die südliche Seitenkapelle. Dorthin verortet er auch den St. Bernhardsaltar [1].

Quellen

  1. Hermann Hahn, Die Grabsteine des Klosters Wörschweiler, erschienen in Vierteljahresschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, Berlin 1900, S. 76f