Die Grabplatte des Johann Lewenstein

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In seinem 1900 erschienen Aufsatz “Die Grabsteine des Klosters Wörschweiler, erschienen in Vierteljahresschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, Berlin 1900 (S. 65f)” beschreibt Hermann Hahn den Fund von zwei kleinen gelblichen, rotgeäderten Bruchstücken eines Grabsteins im nördlichen Querschiff der Basilika. Aus den Bruchstücken rekonstruierte er folgende Inschrift:

† Anno domini 142...obiit Johannes de Lewenstein (armiger, cuius anima requiescat in pace. Amen.)

Es ist dem Autor nicht bekannt, ob Teile dieses Steins noch existieren. Da eine andere Grabplatte von Hahn als die des Johann Lewenstein filius identifiziert wird, muss es sich aufgrund des Todesdatums in den 1420er-Jahren bei dieser hier um den Senior handeln.

Johann von Lewenstein war der Sohn des Eberhard von Lewenstein und der Agnes von Kastel. Seit 1405 war er Vogt im Nalbacher Tal[1]. Nach den Saarbücker Regesten war er verheiratet mit Else von Hunolstein[2]. Als Vogt im Nalbacher Tal folgte ihm sein Sohn Johann.

Ein Grabplattenfragment ohne Zuordnung findet sich im Römermuseum Schwarzenacker (vgl. dazu Fragment einer Grabplatte aus dem späten Mittelalter) - da Hahn jedoch von "zwei kleinen Bruchstücken" spricht, scheint das nicht hierzu zu passen.

Quellen

  1. Kurt Hoppstädter, Die Reichsritterschaft - Die Herrschaft Nalbacher Tal, in Geschichtliche Landeskunde des Saarlandes Band 2, Saarbrücken 1977, S. 426
  2. http://universaar.uni-saarland.de/regesten/regest/463