Die Klosterruine Woerschweiler

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Auf dem Klosterberg

Auf dem Klosterberg oberhalb des Homburger Stadtteils Wörschweiler im Saarland, liegt die Ruine einer ehemaligen Abtei des Zisterzienserordens. Von den Bauten des Mönchskloster Wörschweiler ist kaum mehr erhalten, als die Ruinen der ehemals dreischiffigen Basilika und des Auditoriums. Die ausgegrabenen Grundmauern lassen gut den Grundriss der Anlage erkennen. Ebenfalls erhalten sind einige Grabplatten, welche zum Teil an der verbliebenen Langmauer der Basilika aufgestellt sind. Weitere Grabplatten befinden sich im Römermuseum Schwarzenacker. Angaben in verschiedenen Quellen, wonach sich noch Grabplatten in der Walpurgiskapelle von Schloss Louisenthal befinden sollen, sind nach Auskunft des Eigentümers der Kapelle unzutreffend[1]. Die Klosterruine ist Eigentum einer Stiftung und für die Öffentlichkeit zugänglich.

In alten Quellen findet man neben der Schreibweise "Wörschweiler" auch die Varianten Wersweiler, Wernersweiler, Werneswilre, Wernesvilre, Wernevillerio, Wernerivillanae, Wernerivillanis und Werschweiler. "Werschweiler" ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dorf im Ostertal. Die lateinische Version des Namens lautet "Verneri-Villerium".

Der Berg wird gelegentlich auch als "Marienberg" und einst als "Berg Werneswilre" bezeichnet[2].


Aktuelles

Klosterruine Wörschweiler an Silvester 2016

Anfahrt/Weg

Die Ruine ist grundsätzlich nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Einen kleinen Parkplatz gibt es in der Ortsmitte von Wörschweiler, an der Ecke "Bierbacher Straße/Limbacher Straße". Von dort aus geht es links von der Gaststätte einen zunächst geteerten Weg den Berg hinauf (Ruine ist ausgeschildert). Der Aufstieg beträgt ca. 1 km.

In der Limbacher Straße ist zwischen den Wohnhäusern ein weiterer Aufstieg zum Kloster ausgeschildert - hierbei handelt es sich nur um einen schmalen Pfad.

Alternativ gibt es keinen kleinen Waldparkplatz an der L222 zwischen Wörschweiler und Limbach (ca. 600 m nach der Einfahrt Wörschweiler Hof/Friedhof) an der Gemarkung "Toter Mann". Auch von hier ist der Waldweg zur Ruine ausgeschildert - er erstreckt sich über rund 2 km.

Wanderfreunde erreichen die Ruine auch vom Wanderparkplatz im "Taubental" - hier sollte eine Wanderkarte (etc.) verwendet werden, eine Beschilderung in Klarschrift gibt es vor Erreichen der Gemarkung "Toter Mann" nicht. Abhängig von der gewählten Route ist man hier ab ca. 4 km unterwegs.

Anders als in älteren Beschreibungen enthalten, gibt es auf dem Klosterberg bereits seit einigen Jahren keine Einkehrmöglichkeit mehr (Stand: Juli 2017).

Die Geschichte des Klosters

Ein Überblick über die Geschichte der Klosteranlage von der Weihe der ersten benediktinischen Klosterkirche im Jahr 1131 bis heute. Dabei reicht die Geschichte des Klosterbergs selbst mindestens bis in die gallo-römische Antike zurück.

Grundrissdarstellung und Abbildungen von Kloster Wörschweiler

Grundriss und umfangreiche Fotogalerie des Klosters Wörschweiler.

Die Äbte der Zisterzienser des Klosters Wörschweiler

Eine Übersicht der Wörschweiler Äbte, soweit sie aus vorliegenden Quellen rekonstruiert werden konnte.

Das Kloster Wörschweiler als Grablege von Adel und Ritterstand nach schriftlichen Quellen

Die überlieferten Grablegen von Wörschweiler.

Das Kloster Wörschweiler als Grablege von Adel, Ritterstand und Klerus nach gefundenen Gräbern

Die tatsächlich in Wörschweiler gefundenen Grablegen mit Beschreibungen und Fotos der geborgenen Grabmäler.

Die Wörschweiler Klostergüter

Eine kartografische Aufstellung von Wörschweiler Besitztümern gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Macht der Abtei vom Marienberg.

Das Hospital in Vogelbach

In Vogelbach in der Pfalz unterhielt und betreute das Kloster ein Hospiz bzw. Siechenhaus an der Pilgerstraße nach Santiago de Compostella.

Rang und Bedeutung des Klosters

Der Rang des Klosters Wörschweiler im Zisterzienserorden.

Literatur- und Quellenübersicht

Übersicht der recherchierten und zum Teil berücksichtigten Quellen zur Klostergeschichte.

Quellen

  1. Auskunft von Hr. Detlef Lilier vom 26.02.2015
  2. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters Wörschweiler, veröffentlicht durch den Historischen Verein der Pfalz e.V., 1921, S. 86, Nr. 1

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