Falkenstein (Pfalz)

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Burg Falkenstein bei Falkenstein (Pfalz)

Bei Burg Falkenstein lässt sich das genaue Jahr der Erbauung nicht belegen.

Erst ab 1135 ist mit Sigbold, Hunfried und Heinrich von Falkenstein eine Reichministerialenfamilie belegt, welche eine Datierung der Burg Falkenstein in diese Zeit zulässt1.

Hunfried von Falkenstein heiratete eine Tochter Werner II. von Bolanden, was kurze Zeit später nach dem Aussterben dieser Falkensteiner dazu führte, dass die Burg durch Erbe an die Herren von Bolanden ging[1].

1233 gründete Philipp IV. von Bolanden eine neue Linie „von Falkenstein“. Er erlangte die Ämgter des Reichstruchsess und später auch des Reichskämmerers. Burg Falkenstein verblieb bis zum Aussterben der Falkensteiner 1418 im Besitz der zwischenzeitlich in den Grafenstand erhobenen Familie. Die Burg, die immer Reichslehen blieb, ging 1420 an die Grafen von Virneburg, 1456 an die Herren von Daun-Oberstein. Die Rolle des Lehensträger aber übertrug Kaiser Friedrich III. 1458 an die Herzöge von Lothringen[1].

1644 wurde die Burg von französischen Truppen erobert und geplündert, nach einigen Wochen konnten die lothringisch-spanische Allianz sie aber zurückerobern. Die Burg wurde im Verlauf des Krieges 1647 zwar gesprengt, konnte aber wieder hergestellt werden[1].

Bis 1731 blieb die Burg Zankapfel von Erbstreitigkeiten der lothringischen Herzöge und der Familie Daun-Falkenstein-Bruch. 1731 endete dieser Konflikt, denn durch Heirat der Herzogs Franz Stephan mit der österreichischen Thronfolgerin Maria Theresia kam die Burg bis zum Ende des HRR unter österreichische Oberhoheit[1].

Die Zerstörung erfolgte vermutlich durch Steinraub in den nachfolgenden Jahrhunderten1[1].

Burg Falkenstein kann mit dem Auto erreicht werden.

Fotogalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Alexander Thon, “Wie Schwalben Nester an den Felsen geklebt...”, Burgen in der Nordpfalz, 2005, S. 49f