Gollenstein

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Der Gollenstein - ein Hinkelstein auf dem Hohberg

7,60 Meter – davon 6,60 Meter über der Erde - misst der größte Monolith Mitteleuropas. Er wurde von Menschenhand geschaffen und auf einem Berg bei Blieskastel aufgestellt.

4.000 Jahre oder mehr ist das nun her, denn der sog. „Gollenstein“ wird auf die Zeit zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit (ca. 2.000 – 1.800 v. Chr.) datiert. Damit wurde er ca. 1.000 Jahre vor dem Eintreffen der Kelten aufgestellt und sollte daher nicht mit dem keltischen Wort „Menhir“ bezeichnet werden[1].

Es ist davon auszugehen, dass der Gollenstein kultischen Zwecken diente – das ist wohl so bis zum Mittelalter geblieben, denn in gotischer Zeit erhielt er eine Nische für das Aufstellen von Heiligenfiguren[1].

Beschädigt wurde der Gollenstein erst im zweiten Weltkrieg, als man dachte, er könnte französischer Artillerie als „Zielhilfe“ dienen und die Wehrmacht ihn umlegte. Dabei zerbrach der Stein in vier Teile. Nach dem Krieg wurde er wieder aufgestellt, die Bruchstellen sind deutlich zu erkennen[1].

Ein Artikel auf der Webseite der Stadt Blieskastel datiert die Heiligennische hiervon abweichend in das 19. Jhdt. (stand: 21.06.12)

Ein zweiter derartiger Hinkelstein, der Spellenstein, befindet sich in St. Ingbert-Rentrisch.

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Tanja Kaiser “Der Gollenstein” - Webseite des Instituts für Landeskunde, Stand 21.06.12