Grabplatte der Gräfin Agnes und Propst Heinrichs

Aus Historische Orte
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabplatte des Gräfin Agnes und ihres Sohnes Propst Heinrich

Gräfin Agnes von Zweibrücken, geb. Vaudémont (Gattin von Walram I. von Zweibrücken) und deren zweiter Sohn Heinrich, Propst zu Hornbach und Erzdiakon von Straßburg.

Der Grabstein wurde 1873 im Kreuzgang ausgegraben. Die Inschrift in Uncialis lautet entschlüsselt:

† Hic iacent Agnes comitissa Geminipontis nata de Widamunt et Heinricus prepositus filius eius. Orate pro eis...
Das Wappen zeigt links den Löwen der Grafen von Zweibrücken mit dem Turnierkragen der Zweibrücker Linie. Anders als bei Hermann Hahn angegeben[1], fehlt dieser nicht. Die rechte Hälfte zeigt die Balken von Vaudémont.
Ausschnitt des Zweibrücker Wappens mit Markierung des Turnierkragens

Hermann Hahn nimmt an, dass die Gräfin Agnes vor dem 24.03.1281 und ihr Sohn spätestens im März 1303 gestorben ist[1].

Davon abweichend findet man in den Regesten des Klosters von Andreas Neubauer folgenden Eintrag (Zitat): “Heinrich von Zweibrücken, Domprobst zu Trier, am 17. März 1305 verstorben, wird im Kloster Werschweiler begraben“[2].

Dem spricht entgegen, dass man dort auch einen Eintrag findet, welcher in das Jahr 1302 datiert ist. Dort heißt es „...seiner Gemahelin Frawen Agnesen und seines Sohnes Heinrich Brobsts beider seligen Jorgezeit begehn sollen...“ Demnach ist Probst Heinrich zu diesem Zeitpunkt schon tot[3].

(Abstammung Gräfin Agnes)
(Abstammung Probst Heinrich)

Quellen

  1. 1,0 1,1 Hermann Hahn, Die Grabsteine...S. 47ff
  2. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters Wörschweiler ..., S. 221, Nr. 472
  3. Andreas Neubauer, Regesten des Kloster Wörschweiler...,S. 211f., Nr. 444 und "Saarpfalz Blätter für Geschichte und Volkskunde, Regesten des Saarpfalz-Kreises, Sonderheft 2013", S. 100 gibt hier als zusätzliche Quelle die Regesten von Zweibrücken, S. 140, Nr. 435 an