Grabplatte der unbekannten „Frau von Hubenriß“

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Grabplatte der unbekannten "Frau von Hubenriß"

Die Grabplatte der “Frau von Hubenriß” befindet sich nicht mehr in der Klosterruine, sondern im Römermuseum Schwarzenacker.

Offenbar lässt sich nicht mehr genau bestimmen, um wessen Stein es sich dabei handelt. Den Angaben bei digiCULT-Museen zufolge starb und lebte die Person zwischen 1450 und 1500[1].

Hermann Hahn, der als Fundort das nördliche Querschiff zwischen der Grabplatte mit den Wappen der Hubenriß von Odenbach und derer von Lewenstein und der Grabplatte des Johann Hubenriß von Odenbach angibt, geht aufgrund des Wappens ebenfalls von einer Ehefrau eines "Hubenriß von Odenbach" aus[2]. Auch die Lage zwischen den beiden Hubenriß'chen Grabplatten scheint dies zu bestätigen. Johann war mit einer Lewenstein verheiratet (vgl. dort, sie kommt aufgrund des rechten Teils des Wappen mit den drei Adlerfängen nicht in Betracht. Verstorben ist sie spätestens 1472, denn am 13. Oktober 1472 übertrug Friderich von Fleckenstein zu Maden­burg, Freiherr von Dagstuhl, nämlich ein Lehen des verstorbe­nen Johann von Lewenstein auf dessen Schwiegersohn Johann Hubenriß. Dabei wird von der Tochter, die namentlich unge­nannt bleibt, bereits als “selig”, also verstorben, geschrieben[3]. Theoretisch könnte Johann Hubenriß noch einmal verheiratet gewesen sein. Hahn geht jedoch nicht davon aus, dass es sich bei der Unbekannten um seine zweite Frau handelte. Ebenso schließt er - aufgrund der Lage der Gräber - den Philipp Hubenriß als Gatten aus. In Betracht zieht er Johanns Mutter - Margarete von Gersbach - deren Wappen er nicht ermitteln konnte. Heute trägt das Wappen von Gersbach einen Stiefel. Hahn seinerzeit folgende Wappen aus dem Moselraum, welche drei Adlerfänge zeigen:

  • Briedel von Wittlich
  • Bumagen (Bombogen in Wittlich)
  • Schwertzheim (Schwirtzheim)
  • Berncastel-Baldenau
  • Zell[2]

Wir können heute hinzufügen:

  • Ankoyst zu Hartradstein
  • Burggrafen von Berncastel
  • Burch (?)
  • verschiedene Burgmannen und Ritter von Wittlich[4]

Quellen

  1. Webseite „digiCult“ des Saarländischen Museumsverband e.V. (Stand 15.05.2013), „Grabplatte der Frau von Hubenriß“
  2. 2,0 2,1 Hermann Hahn, Die Grabsteine des Klosters Wör­schweiler, erschienen in Vierteljahresschrift für Wappen-, Sie­gel- und Familienkunde, Berlin 1900, S. 80ff
  3. Dr. Franz Xaver Glasschröder, Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter. In Regestenform veröffentlicht, München und Freising 1903, Nr. 741
  4. Heraldikwiki