Grabplatte des Abtes Heinrich

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Grabplatte des Abtes Heinrich

Inschrift:

  • Oben nach rechts: anno d(omi)ni MCCCCXXVII
  • Rechts: vig...
  • Unten: ... lis abba’
  • Links: dom’...n pace amen

Dieser Abt ist somit 1427 verstorben - mehr kann nicht mehr entziffert werden.

Es gibt in Wörschweiler eine Betonplatte für einen Abt Heinrich - man die Jahreszahl nicht mehr entziffern und es gab mehrere Äbte diesen Namens.

Ein Abt Heinrich ist ab dem Jahr 1419 in den Regesten dokumentiert[1]. 1421[2] führte er im Auftrag des Papstes eine Untersuchung in einer Patronatsrechtsangelegenheit des Klosters Gräfinthal durch. Für das Jahr 1422 ist er ebenfalls verbrieft[3]. Der Name dieses Heinrich erscheint noch in zahlreichen Einträgen in den Regesten bis zuletzt 1425[4].

Spätestens 1429 ist dieser Abt Heinrich verstorben (bzw. nicht mehr im Amt), denn 1429 ist Abt Johannes belegt.[5] Somit ist die Grabplatte mit "1427" genau in die Lücke zwischen den schriftlichen Belegen von 1425 und 1429 datiert. Wenn es sich bei "(u)lis abba(s)" (s.o.) um den Namen des hier beigesetzten Abtes vor dem Wort "Abbas" handelt, so ist diese Grabplatte nicht dem Henricus, sondern einem unbekannten Abt zuzuordnen.

Der Fundort der Grabplatte ist vor Ort in der östlichen Reihe des Kapitelsaals markiert.

Quellen

  1. Andreas Neubauer, Regesten des Kloster Wörschweiler..., S. 321, Nr. 845
  2. Glasschröder, Franz Xaver, Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, S. 293, München 1903
  3. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters..., S. 323, Nr. 854
  4. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters Wörschweiler ..., S.307, Nr. 792 bis S. 325, Nr. 861, in diesem Zeitraum erscheint Abt Heinrich regelmäßig in den Regesten.
  5. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters Wörschweiler ..., S. 325f, Nr. 864