Grabplatte des Emerich von Lewenstein

Aus Historische Orte
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabplatte des Emerich von Lewenstein

In der nördlichen Seitenkapelle wurde die Grabplatte des Emerich von Lewenstein gefunden.

Hahn identifiziert hier den Sohn des Emerich von Lewenstein und der Else Hubenriß von Odenbach[1]. (Tochter des Johann Hubenriß von Odenbach[2]).

Die Inschrift löst Hahn wie folgt auf:

”Anno domini 1511. Die vero 20. mensis Aprilis obiit Ermericus des Lebensteyn armiger, cuius anima”.

Die Anordnung von vier Wappen lässt darauf schließen, dass hier eine Grabplatte für ein Ehepaar angefertigt wurde - die Wappen zeigen die jeweilige Abstammung[2].

Mit Hilfe der beiden rechten Wappen identifiziert Hermann Hahn die Frau des Emerichs von Lewenstein als Tochter des Friedrich von Bitsch, genannt Gentersberg (das Hirschgeweih mit Stern), und der Katharine Studigel von Bitsch (der Löwe unten rechts). Da für die Ehefrau keine Inschrift eingehauen wurde, geht er davon aus, dass sie nicht an der Seite ihres Mannes begraben wurde. Möglicherweise aufgrund einer Wiederverheiratung[1].

Quellen

  1. 1,0 1,1 Hermann Hahn, Die Grabsteine des Klosters Wörschweiler, erschienen in Vierteljahresschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, Berlin 1900, S. 98ff
  2. 2,0 2,1 Dr. Franz Xaver Glasschröder, Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter. In Regestenform veröffentlicht, München und Freising 1903, Nr. 743: Heinrich von Hunolstein überträgt dem Emmerich von Lewenstein ein Lehen seines Schwiegervaters Johann Hubenriß von Odenbach.