Grabplatte des Johann Hubenriß von Odenbach

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Grabplatte des Johann Hubenriß von Odenbach

Die Inschrift der Grabplatte aus dem nördlichen Querschiff lautet:

Oben nach rechts: anno d(omi)ni MCCCCLXXVI

Rechts:

Unten: Links: requiescat (i)n pace amen Es sind die Jahreszahl “1476” und “...ruhe in Frieden, Amen” zu entziffern.

Das linke Wappen auf der Grabplatte entspricht dem der “Hubenriß von Odenbach”[1]. Das rechte ist das Wappen derer von “Lewenstein”.

Es geht demnach um den im Jahre 1476 begrabenen Johann Hubenriß von Odenbach[2]. Ein Johann Hubenriß von Odenbach war Herr auf der Gustavsburg[3] und um 1472 ist Johann Hubenriß von Odenbach - offenbar ein Sohn des Ersteren - in (Blieskastel-)Mimbach[4] nachgewiesen.

Hahn bestätigt diese Identifizierung und löst vor 1900 die Inschrift wie folgt auf:

“Anno domini 1476. 16. kalendas Novembris (= 17. Oktober) obiit Johannes Hubenriß armiger de Odenbach, cuius anima requiescat in pace. Amen.”[5]

Johann Hubenriß von Odenbach war der Schwiegersohn des Johann von Lewenstein[6]. Offenbar war er auch der Großvater des Emerich von Lewenstein (vgl. dort)[7].

Quellen

  1. vgl. Rudolf Zobel, “Wappen an Mittelrhein und Mosel”, Tafel 250, 2009, Books on Demand GmbH
  2. Andreas Neubauer, Regesten des Klosters Wörschweiler ..., S. 355, Nr. 973
  3. Heimat-Pfalz, Jägersburg Hattweiler
  4. Mimbach.de
  5. Hermann Hahn, Die Grabsteine des Klosters Wörschweiler, erschienen in Vierteljahresschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, Berlin 1900, S. 83ff
  6. Dr. Franz Xaver Glasschröder, Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter. In Regestenform veröffentlicht, München und Freising 1903, Nr. 741
  7. Dr. Franz Xaver Glasschröder, Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter. In Regestenform veröffentlicht, München und Freising 1903, Nr. 743