Kerpen

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Burg Illingen ("Kerpen")

Die Illinger Wasserburg Kerpen ist nach den aus der Eifel stammenden Herren von Kerpen benannt. Die Herren von Kerpen erhielten die Burg wohl von den Grafen von Saarwerden zum Lehen. So besagt es jedenfalls die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1359, in welcher Dietrich V. von Kerpen dies erklärt[1].

Die Kerpener gelangten einige Jahrzehnte vorher durch die Heirat Dietrich IV. von Kerpen mit Geneta von Warsberg nach Illingen[1]

Stefan Flesch hält es für möglich, dass deren erster Gatte, Arnold von Sierck, die Burg um 1290 errichtet hat. Die Urkunde von 1359 lässt jedenfalls den Schluss zu, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits längere Zeit bestanden hat, denn es ist von „altem Besitz“ die Rede[1].

Die Lehenshoheit ging im 16. Jahrhundert auf die Grafen von Nassau-Saarbrücken über. Der Besitz blieb bis 1830 bei den Kerpenern, als die Erbin des letzten Reichsfreiherren die Anlage - oder was davon übrig war - und sämtliches Zubehör verkaufte[1].

Nachdem die Burg bis ca. 1620 ausgebaut und modernisiert wurde, erlebte sie schwerste Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Zwar wurde sie danach durch Johann Daniel von Kerpen wieder aufgebaut, doch nur um im Holländischen Krieg 1677 durch französische Truppen niedergebrannt zu werden. Das gleiche Schlicksal erlitt das bereits im 9. Jahrhundert belegte Dorf Illingen[1].

Eine Instandsetzung folgte erst im 18. Jahrhundert. Nach dem Verkauf der Ruine 1830, diente diese zunächst als Steinbruch – eine erste Sanierung war erst 1913 durch die Gemeinde Illingen möglich[1].

Fotogalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Dr. Stefan Flesch in: Joachim Conrad, Stefan Flesch, “Burgen und Schlösser an der Saar”, 3. Aufl. 1993, S. 109f>