Römischer Aquädukt

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Die römische Wasserleitung von Gorze nach Metz

Etwa 22 km betrug die Länge einer römischen Wasserleitung von Quellen in Gorze zur Versorgung der römischen Stadt Divodurum, dem heutigen Metz. Während fast 21 km unterirdisch verliefen, erforderte die Leitung über das Moseltal bei Ars-sur-Moselle und Jouy-aux-Arches den Bau einer mehr als 1100 m langen Pfeilerbrücke. Die Höhe der Brücke betrug über der Mosel ca. 30 m - sie hatte über 100 Pfeilerbögen[1].

Bis auf das mittlere Teilstück über der Mosel sind an beiden Ufern große Teile der Aquäduktbrücke erhalten - ebenso zwei Umlenkbassins an deren Enden.

Das Bauwerk wurde vermutlich zu Beginn des 2. Jhdts. n. Chr. von vier "Seviri Augustales" beauftragt, wie eine Inschrift an einem großen Nymphäum in Metz bezeugt, welches von der Leitung versorgt wurde. Die Kanalleitung war doppelläufig geführt, um einen schnelleren Durchlauf gegen Frosteinwirkung auf der Brücke zu ermöglichen. Gleichzeitig ermöglichte dies eine Umleitung bei Wartungsarbeiten an der Leitung, für welche auf der gesamten Länge Luft- und Einstiegsschächte erforderlich waren[2].

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Quellen

  1. Ungenannter Autor einer Beschilderung an der Anlage
  2. Gerald Collot in “Divodurum - Metz”, Die Römer an Mosel und Saar, S. 49