Trifels

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Der Trifels bei Annweiler

Burg Trifels bei Annweiler erlebte ihre Blüte zur Zeit des Stauferkaisers Friedrich II., als sie ab 1244 für dreißig Jahre Aufbewahrungsort der Reichskleinodien wurde1, woran heute noch Nachbildungen in der Schatzkammer erinnern.

1193/94 dürfte die Anlage hingegen das bedeutendste Gefängnis der damaligen Welt gewesen sein. Kaiser Heinrich VI. setzte dort den englischen König Richard I. „Löwenherz“ fest[1], nach dem dieser auf der Rückkehr vom dritten Kreuzzug durch Heinrichs Verwandten und Lehnsmann, den Babenberger Herzog Leopold V. von Österreich, gefangengenommen wurde.

Erbaut wurde die Burg bereits unter den Salierkaisern, erstmals urkundlich genannt wird sie bereits 1081[1].

Nach dem Ende der Stauferzeit, ging die Burg an das Fürstentum Pfalz-Zweibrücken über und verlor in der Folgezeit immer an Bedeutung. Dies ging soweit, dass die Anlage Mitte des 17. Jahrhunderts sogar zum Abbruch freigegeben wurde[1].

Das Bild, das die Burg Trifels heute bietet und das ein Wahrzeichen der Region ist, wird bestimmt von einem Palas aus den Jahren 1930 – 1950 und entspricht nicht dem historischen Erscheinungsbild der Anlage[1].

Der Trifels bildet gemeinsam mit den unmittelbaren Nachbaranlagen Burg Scharfenberg (“Münz”) und Burg Anebos ein unverkennbares Ensemble. Diese beiden Burgen wurden im Bauernkrieg zerstört[1].

Fotogalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Manfred Akermann, “Burgen und Pfalzen der Staufer - Ein Ausflugsführer”, 2010, S. 21f