Gustavsburg

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Die Gustavsburg - Burg Hattweiler - Jägersburg

Den Namen "Gustavsburg" erhielt die Burg im Homburger Ortsteil Jägersburg erst 1720/21 nach ihrem Umbau zum Jagdschloss durch Herzog Gustav Samuel Leopold. Allerdings nur bis 1749 - dann benannte Herzog Christian IV das Schloss und den Ort im Jägersburg um.

Zuvor war die Burg, die bereits nach der Teilung des Fränkischen Reiches im 9. Jahrhundert als Turmhügelburg ihre Anfänge hatte als Burg Hattweiler bekannt. Um 1170 wurde die Burg erstmals zerstört, denn etwa um diese Zeit wurde an gleicher Stätte eine staufische Reichsburg errichtet. Besetzt wurde sie zunächst offenbar mit den Rittern von Hattweiler, deren Spur sich allerdings bereits 1318 verliert.

  • 1385: Graf Eberhard II. von Pfalz-Zweibrücken verkauft die Burg an Kurfürst Ruprecht I. und erhält sie sogleich von diesem zum Lehen
  • 1394 fordern die drei Gebrüder "Symont gen. Wecker" dieses Lehen für sich ein, dass er kurzfristig an die Hubenriß von Odenbach verpfändete - ein Jahr später geht das Lehen an diese Brüder aus dem Haus Zweibrücken-Bitsch.
  • 1402 geht die Burg als Pfand an Graf Philipp I. von Nassau-Saarbrücken
  • 1410 erhält Hermann Boos von Waldeck die Burg und verkauft sie an Anselm von Bitsch und Symont Mauchenheim
  • Von 1436 bis 1590 ging die Burg durch die Hände der Häuser "von Dürckheim", Pfalz-Zweibrücken, Zweibrücken-Bitsch, "Breder von Hohenstein", Kurtrier, "von Steinkallenfels" und zuletzt wieder an Pfalz-Zweibrücken.

Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Anlage ab und wurde vom Schwedenkönig Karl XII. instandgesetzt. Schließlich folgten die oben genannten Umbauten zum Jagdschloss. Nach der Französischen Revolution diente die Burg bis 1972 als Forsthaus. Sie gehört heute der Stadt Homburg.

Quelle: Ulrich Vicari, "Gustavsburg" in Burgen und Schlösser an der Saar, Saarbrücken 1993 & www.jaegersburg.de