Lichtenberg

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Burg Lichtenberg in Thallichtenberg

Das genaue Jahr der Erbauung der Burg Lichtenberg ist nicht schriftlich überliefert. Die erste urkundliche Nennung datiert im Jahr 1214, als der spätere Kaiser Friedrich II. den Abriss der Burg bestimmte.

Der Lichtenberg liegt im Remigiusland, welches sich damals im Besitz des Klosters Saint Remi befand. Nach Auffassung des Abts hatten die Grafen von Veldenz die Burg unrechtmäßig erbaut.

Ob doch noch eine gütliche Einigung zwischen Kloster und den Schutzvögten des Remigiuslands – den Veldenzern – erfolgte oder ob diese den Erhalt ertrotzten, ist nicht belegt[1].

Erbauer der Burg war wahrscheinlich Graf Gerlach III. von Veldenz um das Jahr 1200[2].

Nach dem Aussterben der männlichen Linie kamen Burg und Grafschaft Veldenz 1444 durch Heirat in den Besitz der Herzöge von Zweibrücken[3].

1792 wurde das Herzogtum infolge der französischen Revolution von deren Truppen besetzt, die Burg Lichtenberg erlebte mehrere Plünderungen. Zur Zerstörung führte allerdings 1799 ein Großfeuer ausgelöst durch Unachtsamkeit der Bewohner[4].

Nach weiterem Verfall erfolgte ein Wiederaufbau in Teilen erst ab 1945 durch die Landkreise Birkenfeld und Kusel, jeweils in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz[5].

Mit ca. 425 Metern ist Burg Lichtenberg die längste Burgruine Deutschlands.

Fotogalerie

Quellen

  1. Landkreis Kusel, Burg Lichtenberg, Burgführer Burg Lichtenberg, 1988, S. 8f
  2. Landkreis Kusel, Burg Lichtenberg, Burgführer Burg Lichtenberg, 1988, S. 10f
  3. Landkreis Kusel, Burg Lichtenberg, Burgführer Burg Lichtenberg, 1988, S. 11 u. 14
  4. Landkreis Kusel, Burg Lichtenberg, Burgführer Burg Lichtenberg, 1988, S. 14
  5. Landkreis Kusel, Burg Lichtenberg, Burgführer Burg Lichtenberg, 1988, S. 17