Montfort

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Die Burg Montfort in Hallgarten

Burg Montfort bei Hallgarten wurde lt. der Internet-Enzyklopädie Wikipedia um 1240 von den Grafen von Veldenz erbaut und als Lehen an Eberhard von Lautern vergeben[1].

Nach Alexander Thon, weisen baustilistische Merkmale jedoch auf eine Erbauung bereits Ende des 12. Jahrhunderts hin. 1238 übertrugen Graf Gerlach IV. von Veldenz das Lehnsrecht an der Burg von einem Ritter Bertolf auf dessen Sohn Hermann. Nicht zeitlich eingeordnet ist bei Alexander Thon Eberhard von Lautern und dessen Rolle als erster Besitzer und Gründer wird nicht als gesichert angesehen[2].

Beide Darstellungen stehen somit in einem gewissen Widerspruch.

Fest steht wohl, dass der Sohn Eberhards, Arnold II. von Lautern-Montfort, der erst war, welcher sich 1247 nach der Burg benannte[2].

Erbteilung, Einheiraten, Teilverkäufe führten dazu, dass 1352 bereits 15 Anteilseigner die Burg bewohnten und mit entsprechenden Wohngebäuden ausbauten. 1440 erhob der Erzbischof von Mainz gegenüber den Bewohnern den Vorwurf des Raubrittertums und des Landfriedensbruchs. Dieser Konflikt dauerte bis 1456 an und führte dazu, dass der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz die Burg belagerten und die Übergabe erzwangen. Die Burg wurde schließlich geschleift[2].

1480 erhielt ein Nachfahre ehemaliger Burggemeiner, Simon Boos von Waldeck, vom Herzog von Zweibrücken-Veldenz die Ruine zum Lehen und die Erlaubnis sie zu bebauen. Somit war die Burg nicht bereits am 1456 unbewohnt – auch wenn wohl kein vollständiger Wiederaufbau erfolgte[2].

Die Burgruine kann besichtigt werden und ist mit dem Auto erreichbar.

Fotogalerie

Quellen

  1. Wikipedia: Burg Montfort
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Alexander Thon, “Wie Schwalben Nester an den Felsen geklebt...”, Burgen in der Nordpfalz, 2005, S. 101f