Siersburg

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Burg Siersberg

Wohl in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wurde die Siersburg auf Geheiß der Herzöge von Lothringen errichtet, die damit ihren Besitz zu sichern. Die Siersburg kontrollierte wichtige Verkehrsweg zu Land und zu Wasser (Saar)[1].

Die Lothringer Herzöge installierten als Lehnsleute die Herren von Siersburg, erstmals 1136 genannt wird ein Walter von Siersburg. Auf dem Höhepunkt ihres Geschlechts stammten aus ihrer Seitenlinie die Herren von Kirkel[1], welche von ihnen den roten Zickzackbalken auf Gold in ihr Wappen übernahmen.

Die Siersberger waren bis ins 14. Jahrhundert Aftervasallen der Lothringer auf der Siersburg, während die Erzbischöfe von Trier die Oberherrschaft für sich beanspruchten. 1175 eroberte Erzbischof Arnold von Trier zur Durchsetzung des Machtgefüges die Burg und 1333/34 verdeutlichte Erzbischof Balduin dies, in dem er die Belehnung der Herren von Siersburg unmittelbar vornahm.

Über lange Jahr setzte der Herzog von Lothringen niedere Amtmänner auf der Burg ein, die Lothringer mussten die Burg aus finanziellen Gründen mehrmals verpfänden, mal an Kurtrier, mal an die Herren von Sötern[1].

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1634 und 1643 von den Franzosen erobert, 1644 und 1650 vom lothringischen Herzog Karl IV. zurückerobert und ab 1651 war sie in der französisch-lothringischen Krise erneut und dauerhaft von den Truppen Ludwigs IVX. besetzt. 1677 – 16 Jahre nach dem Frieden von Vincennes – zogen die Franzosen ab, sprengten aber Teile der Befestigungsanlagen[1].

Sie war allerdings so weit erhalten bzw. wieder in Stand gesetzt worden, dass sie 1740 im Österreichischen Erbfolgekrieg erneute eine Belagerung erlebte – diesmal jedoch ohne größere Schäden[1].

Die „Zerstörung“ setzte somit durch Verfall ein, der nach dem Umzug der letzten Amtleute nach Busendorf (Bouzonville) 1751 begann. Ein übriges taten Naturgewalten wie ein schwerer Blitzschlag 1781 und die Nutzung als Steinbruch[1].

Fotogalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Dr. Stefan Flesch in: Joachim Conrad, Stefan Flesch, “Burgen und Schlösser an der Saar”, 3. Aufl. 1993, S. 248ff