Wachtenburg

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Die Wachtenburg an der Weinstrasse

Die frühe Geschichte der Wachtenburg bei Wachenheim an der Weinstrasse liegt weitestgehend im Dunkeln. Für ein im Lehnsbuch des Werners II. von Bolanden erwähntes Besitztum bei Wachenheim, das für 1189/93 gibt es keinen Hinweis, dass es sich dabei um eine Burg handelte. Somit ist eine Erbauung durch die frühen Stauferkönige nicht nachgewiesen[1].

Gesichert ist der Status einer Reichsburg durch die Ersterwähnung in einer Urkunde aus dem Jahr 1257. Der Gegenkönig Alfons X. von Kastilien belehnt darin den Bischof von Speyer mit der Burg und weiteren Besitztümern. Dabei beruft er sich auf frühere Belehnungen, womit zumindest eine Enstehung der Burg für die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts belegt ist[1].

Nach Ende des Interregnums (1254 - 1273) kaufte König Rudolf I. von Habsburg 1274 die Burg von den Bolanden-Falkensteinern, die sie zwischenzeitlich für sich in Anspruch genommen hatten. Er übertrug sie an seinen Schwiegersohn, den Pfalzgrafen Ludwig II.[1].

Verschiedene Burgmannen erhielten die Anlage zum Lehen. Eine Blüte in ihrer Bedeutung erlebte die Burg nach der Verleihung der Stadt- und Befestigungsrechte an das benachbarte Neustadt 1341. 1347 wird eine Unterburg erwähnt[1].

1410 geht die Burg an die Linie Pfalz-Zweibrücken und so kam es, dass die Wachtenburg 1470 von den alten Eignern, den Pfalzgrafen (Friedrich I.) belagert und später ausgebrannt wurde[1].

Auswirkungen des Bauernkriegs 1525 sind nicht zu bestimmen - die Zerstörung erfolgte 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Truppen Louis IV.[1].

Fotogalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Alexander Thon, “Wie Schwalben Nester an den Felsen geklebt...”, Burgen in der Nordpfalz, 2005, S. 153f