Hardenburg

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1214 wird für die Hardenburg über Bad Dürkheim-Hardenburg erstmals eine Belegung mit Burgmannen nachgewiesen. Es ist die erste urkundliche Benennung der Burg. Grund für die Errichtung der Hardenburg war die Erhebung Graf Friedrichs I. von Leiningen zum Schutzvogt des Kloster Limburg im Jahr 1205. In diese Jahre dürfte auch der Bau der Anlage - auf klösterlichem Grund und Boden – fallen[1].
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Folgt man der Internet-Enzyklopädie Wikipedia, eigneten sich die Leininger das Gelände widerrechtlich an[2].

Zumindest führte die Wahl des Bauplatzes zu langjährigen Auseinandersetzungen, welche erst 1249 beigelegt werden konnten[1].

Anlässlich der Leininger Teilung von 1237 ging die Burg 1237 an Graf Emich IV. Und schließlich 1317 an die Linie Leiningen-Hardenburg.

Eine Folge der Feindschaft der Leininger im 15. Jahrhundert mit dem Pfalzgrafen Friedrich I., führte 1504 (Landshuter Erbfolgekrieg) zur Zerstörung des Klosters Limburg durch Leiningische Soldaten[1].

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erfolgte durch Graf Emich VIII. der Ausbau der Burg zur Renaissancefestung. Der Graf musste wegen seines Bündnis mit dem französischen König Ludwig XII. die Burg 1512 an den Herzog von Württemberg übergeben, um sie nach seiner Begnadigung 1518 zurückzuerhalten. Die zeitweise Übertragung an den Herzog von Württemberg nach der Belagerung durch pfälzische Truppen, ersparte der Festung Sturm und Zerstörung[1].

Die anschließend noch weiter ausgebaute Festung überstand offenbar unbeschadet sowohl den Bauernkrieg, als auch den Dreißigjährigen Krieg. Der Pfälzische Erbfolgekrieg führte schließlich 1690 zur Besetzung durch französische Truppen und bei deren Abzug zur teilweisen Sprengung[1].

Die Leininger verlegten 1725 ihre Residenz in ihr neues Schloß nach Bad Dürkheim, womit die Anlage an Bedeutung verlor. 1794 brannten französische Revolutionstruppen die Hardenburg als letzte noch intakte pfälzische Befestigung nieder[1].

Wer die Hardenburg besuchen möchte, muss die ca. 400 m zu Fuß den Berg von Bad Dürkheim-Hardenburg hinauf besteigen.

Gegenüber der Hardenburg liegt auf der anderen Talseite ein Vorwerk auf dem Nonnenfels.

Fotogalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Alexander Thon, “Wie Schwalben Nester an den Felsen geklebt...”, Burgen in der Nordpfalz, 2005, S. 61f
  2. Wikipedia: Hardenburg